Kreuzbergkapelle

Eine heilige Eiche, ein Kreuz mit einer eingelassenen Reliquienkapsel, eine Tanne und eine Muttergottesstatue machten den Kreuzberg zu einem wichtigen Wallfahrtsort für die Pfarrei Dagmersellen und das Wiggertal.

Geschichte

Die Verehrung einer heiligen Eiche auf dem Kreuzberg, die bis in die Zeit der Alemannen zurückgeht, wird im Einsiedler Urbar 1596 erstmals erwähnt. Mit der Errichtung eines Kreuzes 1733, in welches später eine Reliquienkapsel eingelassen wurde, wird die Wallfahrt auf den Chrüzhubel urkundlich greifbar. Bis1888 eine Kapelle errichtet wurde, erlebte der Ort ein wechselhaftes Schicksal, in welchem eine Eiche und eine Tanne eine wichtige Rolle spielten. Die zuvor in der Tanne untergebrachte Marienfigur wurde nun über den Kapelleneingang platziert. 1923 wurde der Bau um die kleine Marienkapelle erweitert, in der die Muttergottesstatue einen geschützten Ort fand. In den 1970er-Jahren erhielt die Kapelle einen Altar. Seither können hier wie auch auf dem 1988 mit Altar und Bänken ausgerüsteten Vorplatz Gottesdienste gefeiert werden.

Sehenswertes/Besonderes

Neben dem ursprünglich spätgotischen, später barockisierten Gnadenbild gilt einer grossen Kreuzigungsgruppe die Verehrung. Diese stammt aus dem Atelier Payer & Wipplinger (Einsiedeln) und gelangte 1923 in die Kapelle. Sie wird im Sommer 2021 von Beat Waldispühl, dipl. Konservator/Restaurator (Dagmersellen), vollständig restauriert. Von der 1924 am Fusse des Chrüzhubels errichteten Ölbergkapelle führt ein steiler Kreuzweg mit in Stein gefassten Bildtafeln zur Kapelle hinauf. Zwischen der neunten und zehnten Station sprudelt der Theresienbrunnen. Ein zweiter Stationenweg beginnt beim Letten. Dessen Email-Bilder schuf 1974 Willy Huwiler (1912-1987) aus Ruswil. Die letzten Stationen beider Kreuzwege vereinen sich in der Kapelle. Zur Wallfahrtsstätte zählt auch das weithin sichtbare, von der Jungmannschaft im Heiligen Jahr 1950 erstellte Betonkreuz am Waldrand, das nachts beleuchtet wird.

Gottesdienste

Jeweils am Karfreitag und an Maria Himmelfahrt wird ein Gottesdienst gefeiert, publiziert im Pfarreiblatt und am Anschlagbrett im Eingang der Kapelle. Wer eine Andacht, einen Gottesdienst, eine Hochzeit oder eine Taufe auf dem Kreuzberg durchführen will, kann diesen Wunsch via Anmeldeformular oder Telefonanruf ans Pastoralraumsekretariat anmelden.

Geistliche Betreuung

Die geistliche und liturgische Betreuung der Kreuzbergkapelle obliegt dem Seelsorgeteam des Pastoralraums Hürntal.

Lage

Die Kreuzbergkapelle ist zu Fuss auf vier verschiedenen Wegen oder mit dem Auto erreichbar. Parkplätze befinden sich seitlich der Katholischen Kirche und in unmittelbarer Nähe auf dem Chrüzhubel (siehe Wegweiser). Der letzte Aufstieg zur Kapelle erfolgt über eine Treppe oder den gut präparierten Weg (für Kinderwagen, Rollator/Rollstuhl mit Kraftaufwand möglich).

Trägerschaft

Um die Wallfahrtsstätte Kreuzberg in Würde zu erhalten, wurde am 11. Mai 1999 eine Stiftung mit gleichem Namen gegründet. Der Stiftungsrat besteht aus fünf ehrenamtlich tätigen Mitgliedern:

Silvia Rütter (Präsidentin), Madlen Kaufmann (Finanzverantwortliche), Daniel Ammann (Vertreter Seelsorgeteam und Aktuar), Walter Gassmann (Kapellenpfleger), Andres Meier (Waldpfleger).

Kontakt: Silvia Rütter-Niederberger, Am Kreuzberg 1, 6252 Dagmersellen, 062 756 34 07.

Unterstützung

Der Stiftungsrat bietet kostenlos Beileidskarten mit drei verschiedenen Sujets an. Sie liegen in der Katholischen Kirche, in der Kreuzbergkapelle und in der Papeterie Frey auf. In der Papeterie wird zudem eine Karte mit einem Aquarell der Kreuzbergkapelle (von Rita Fellmann), verkauft.

Bei der Kreuzbergkapelle steht ein Kerzenhaus. Dessen Erlös und weitere Spenden kommen der Pflege und dem Unterhalt von Kapellen, Umgebung, dazugehörigem Wald und Kreuzwegstationen zugute.

Bankverbindung für Einzahlungen

Valiant Bank, 3001 Bern

IBAN CH11 0630 0020 1121 5840 4

Stiftung Wallfahrtsstätte Kreuzberg, 6252 Dagmersellen

Kreuzkapelle

Marienkapelle

Kreuzweg

vom Dorf

Kreuzweg

vom Lätten

Theresienbrunnen

Der letzte Aufstieg zur Kapelle erfolgt über eine Treppe oder den gut präparierten Weg (für Kinderwagen, Rollator/Rollstuhl mit Kraftaufwand möglich).